Meniskusriss: Der Meniskus ist eine knorpelige Scheibe, die als Puffer zwischen Ober- und Unterschenkel dient. Jeder Mensch besitzt einen Innen- und einen Außenmeniskus. Ist ein Riss aufgetreten, kommt es einerseits zu schmerzhaften Einklemmungen, andererseits zum Reiben der instabilen Anteile über den Knorpel mit nachfolgenden Knorpelschäden.
Während der Operation wird bei älteren Rissen der beschädigte Anteil ausgeschnitten. Alle stabilen Anteile werden belassen. Beim jungen Patienten und frischen Rissen ist eine Naht durch spezielle Anker möglich.
In seltenen Fällen besteht die Notwendigkeit einen Meniskus durch ein künstliches Implantat zu ersetzen.
Knorpelschäden: Schäden des Knorpels können im Rahmen einer Arthrose oder nach einem Unfall entstehen. Während der Operation können Glättungen vorgenommen werden. Bei tieferen Schäden oder größeren Defekten kann eine Knorpeltransplantation oder –anzüchtung durchgeführt werden,. In Spezialfällen ist eine Knorpelanzüchtung außerhalb des Körpers mit späterer Transplantation möglich.
Kniescheibenverrenkung (Patellaluxation): Bei wiederkehrender Kniescheibenluxation empfehlen wir eine Zügelungsoperation. Hierzu verwenden wir eine körpereigene Sehne. In der Nachbehandlung wird das Kniegelenk in einer Schiene 4 Wochen entlastet.
Kreuzbandrisse: Kreuzband-Risse können arthroskopisch behandelt werden. Wir empfehlen den Riss des vorderen Kreuzbandes zu operieren, da es sonst zu einer Instabilität des Gelenkes mit nachfolgenden Knorpelschäden und Arthrose kommen kann. Das „neue“ Kreuzband besteht dann aus körpereigenen Sehnen. In der Nachbehandlung wird das Knie zunächst für zwei Wochen in einer Schiene in Streckstellung und dann für weitere zwei Wochen in einer Knieführungsschiene mit Beweglichkeit bis 90° Beugung gelagert.
Arthrose: Ein X- oder O-Bein führt häufig zu einer einseitigen Belastung des Kniegelenks und damit zu Abnutzungserscheinungen bis zur Arthrose. Zur Behandlung dieses Problems kann es erforderlich sein, das Schienbein oder den Oberschenkelknochen neu auszurichten. Nach Einsetzen der Knochenheilung –meist nach 6 Wochen- kann dann voll belastet werden und mit einer ambulanten Reha begonnen werden.







